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Arbeit mit Fans für eine positive Fankultur

Zum Start von fairplay im Jahr 1997 war der Schwerpunkt die Kampagnenarbeit gegen Rassismus in Österreichs Fußballstadien. Zentral war von Beginn an die Zusammenarbeit mit organisierten Fanszenen im Fußball. Die Öffnung von Fangruppen für die Thematiken Rassismus und Diskriminierung wurde vorangetrieben, positive Fankultur bestärkt und es wurdern gemeinsam Projekte mit Fans entwickelt. fairplay gelang es in Folge auf nationaler und europäischer Eben, tragfähige Partnerschaften mit relevanten europäischen Akteur_innen des Fußballs aufzubauen.

Ausgangspunkt

Die organisierte Fanszene in Österreich war seit Beginn der fairplay Initiative zentraler Bestandteil der Aktivitäten. Antidiskriminatorische Fanaktivitäten wurden und werden unterstützt, Faninitiativen und Projekte von Fans mit initiiert. Seit Jahren gibt es die Idee, professionelle Strukturen in der Fanarbeit in Österreich zu etablieren. fairplay war für die Umsetzung der Fanbetreuung während der EURO 2008 in Österreich verantwortlich und konnte unter anderem über die Durchführung von Fanbotschaften ein Netzwerk in der FanszeneÖsterreichs aufbauen.

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Langfristiges Ziel der Aktivitäten bei der EURO 2008 war es, in den Städten und Regionen den Ansatz der professionellen Arbeit von und mit Fußballfans bekannt zu machen und zu stärken. Dem Start des Projekts „Fanzentrum Austria Wien“ 2009 durch den Fanbotschaftsleiter Wien, Martin Schwarzlantner folgte das für Österreich einzigartige Fanprojekt „Fanarbeit Innsbruck - Sozialarbeit mit Fußballfans“ im Jahr 2011 durch den FanbotschaftsleiterInnsbruck, Armin Weber. Mit dem Fanverein Austria Salzburg und der dort sehr aktiven Fanbotschaftsleiterin Gabriele Rechberger wurden weitere Versuche der Professionalisierung von Fanarbeit mit Unterstützung von fairplay unternommen. Der Fanbotschaftsleiter Klagenfurt, David Hudelist ist seit 2010 als Sozialarbeiter bei der Initiative fairplay beschäftigt und seitdem für Fanangelegenheiten mit verantwortlich.

Koordination Fanarbeit Österreich

Durch eine Förderung des Sportministeriums konnte im Juli 2012 eine eigene Koordinationsstelle für sozialpräventive Fanarbeit in Österreich bei fairplay installiert werden. Diese sollte mit Unterstützung der relevanten Stakeholder im Fußballbereich Fanarbeit in Österreich auf professionelle Beine stellen. In Österreich konnte im Rahmen des Projekts das Netzwerk und die Zusammenarbeit mit der organisierten Fanszene ausgebaut und neue Projekte erarbeitet und durchgeführt werden. Auf internationaler Ebene wurden deutsche, polnische, tschechische und österreichische Projekte sozialpräventiver Fanarbeit vernetzt. Ein Rahmenkonzept zu Fanarbeit und die Ausarbeitung von 13 Schulungsmodulen für Vereine und Fußballfans waren weitere Eckpfeiler. Ende 2015 wurde die Förderung für das Projekt pro supporters nicht verlängert und damit wurde die unabhängige Koordinationsstelle für sozialpräventive Fanarbeit in Österreich eingestellt.

Mehr Infos dazu hier: http://prosupporters.at/home/

fanarbeit international - pro supporters

Seit 2009 ist fairplay „National Active Member“ bei FSE und konnte sich im Netzwerk aktiv unter anderem mit Expertise zu Fanarbeit bei Fußballgroßereignissen, mit Vorträgen und der Durchführung von Workshops bei den jährlichen Fankongressen (EFFC), mit der Durchführung von Fanbotschaften, der Durchführung eines eigenen europaweiten Projekts zu Fanarbeit mit FSE als Partner, dem Hinzuziehen von organisierten und antidiskriminatorischen Fanszenen aus Österreich in das FSE-Netzwerk einbringen. Von 2013-2015 stellte fairplay über das Projekt pro supporters den Fanbotschaftsdirektor bei FSE und ist seit 2015 für die Arbeitsgruppe Social Inlcusion & Refugees in der ADD von FSE verantwortlich.

 

Ziel ist es, antidiskriminatorische und positive Fankultur zu fördern und professionelle Projekte in der Fanarbeit in Österreich zu unterstützen und zu installieren. Mittelfristig sollen wieder vermehrt Finanzierungsquellen für den Arbeitsbereich Fanarbeit gefunden werden.

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